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Research-Lösungen für praktisch jedes Bedürfnis

Andreas Riedel
Andreas Riedel
Leiter Asset Management Solutions
theScreener Investor Services AG, Zug thescreener.com

8. Dezember 2017

Herr Riedel, auf Ihrer Webseite liest man, theScreener sei ein weltweit führendes Research­haus. Ist das nicht ein wenig hoch gegriffen?

Nein, mir ist kein unabhängiger Researchanbieter bekannt, der in dem Umfang und Qualität wie theScreener unter anderem Aktien (ca. 6.000 in 40 Ländern) abdeckt und Fonds (mehr als 14.000) analysiert. Insbe­son­dere das Preis-Leistungs­ver­hältnis ist meiner Ansicht nach unerreicht.

Erfahrungen zeigen, dass mit unserem Angebot bis zu 98 Prozent aller Aktien­anfragen beantwortet werden können - dies mit einem einheit­lichen Ansatz - genau das, was die kommenden Gesetz­gebungen wie MiFID II verlangen!

Und ich habe die Leistungen von theScreener auch selbst erleben können, als ich für eine ausländische Bank das globale Aktien­research aufbaute. Die Bank konnte dank dem System den Output - bei sinkenden Kosten - massiv steigern. Auch die Perfor­mance der Empfeh­lungen war heraus­ragend. Insgesamt wurde intern zehnmal mehr auf das neue Research geklickt.

Weiter bieten wir bottom-up Research zu Sektoren, Ländern, Themen, etc. an.

Einverstanden. 6.000 Aktien aus 40 Ländern sind eine Ansage. Wie schafft man das?

Es gibt mehrere Gründe: Erstens ist unser Ansatz ein mehr­heitlich quanti­tativer, weshalb wir die meisten Prozesse automa­tisiert haben und zweitens wurde das Angebot über die letzten 16 Jahre konti­nuierlich ausgebaut und verbessert. Die erzielte Perfor­mance unserer Empfeh­lungen ist äusserst beindruckend: Absolut und relativ, insbesondere bei fallenden Märkten.

In welchen Formen und Sprachen bieten Sie die Analysen an?

Unsere Analysen werden online abgerufen und in wenigen Augen­blicken aktuell erstellt. Die verschie­denen Reports werden zweimal wöchentlich aktualisiert und sind in bis zu sechs verschiedenen Sprachen erhältlich - was meines Erachtens einmalig ist.

Wer sind Ihre Kunden? Was bieten Sie den Fonds­managern und wie sehen die Preise aus?

Mit unseren Ratings und Analysen arbeiten seit Jahren namhafte Banken, Online Broker und Finanz­portale ebenso wie insti­tutio­nelle Investoren.

Für die Nutzung unserer Dienste, welche wir auch speziell für Fonds­manager angepasst haben (zum Beispiel auto­matische Infor­mation, wenn es Änderungen in einer Position gibt), sprechen speziell die Rechts­sicherheit einer einheit­lichen Bezugs­quelle, die benutzer­freund­lichen Zugriffs­möglich­keiten und die über­zeugende Performance.

Übrigens, es ist immer noch erschreckend, wie viele Institute verschie­dene Meinungen zur selben Aktie nach aussen vertreten - ein Kunden­berater sagt beispiels­weise «Kaufen», der andere «Verkaufen».

Die Preise variieren von einigen wenigen Hundert Franken im Monat für ein redu­ziertes Angebot von Einzel­aktien­research bis zu mehreren Hundert­tausend im Jahr, wenn zum Beispiel Aktien­mandate von uns programmiert, geprüft und überwacht werden.

MiFID II tritt ab 3. Januar 2018 in Kraft. Müssen die Wachstums­ziele erhöht werden?

Ja, ganz klar. Die starke Nachfrage freut uns selbst­ver­ständlich. Vor allem die neuen Gesetz­gebungen verleihen Rücken­wind, weil unter anderem auch für Research bezahlt werden muss - unsere Produkte waren nie gratis und sind nun auch für Fonds­manager äusserst interessant.

Wir investieren auch permanent und intensiv in die Qualität und Breite unserer Produkte - bisher ist uns dies gut gelungen, was verschie­dene Auszeichnungen in den vergan­genen Jahren belegen wie beispiels­weise «Nr. 1 Ranking Investory Cup 2014, 2015 und 2016».

Zur Person

Andreas Riedel hat nach einer Banklehre und einem Wirtschafts­studium als Aktien­spezialist im Investment- und Private Banking während rund 20 Jahren sein Wissen als Führungs­person vertieft. Bei einer ausländischen Bank baute er das globale Aktien­research auf und kam so zum ersten Mal mit theScreener in Kontakt. Dort leitet er den Bereich Asset Management Solutions.