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«In 2019 hat unser Wandel­anleihen-Fonds die Milliardengrenze bei verwalteten Kunden­vermögen überschritten»

Oliver Gasser
Oliver Gasser
CEO
AgaNola AG, Pfäffikon SZ aganola.com

20. März 2019

Herr Gasser, was bedeutet das Wort «AgaNola»?

AgaNola ist ein Asset Manager in Privat­besitz, der auf Wandel­anleihen und Fixed-Income-Anlagen spezia­lisiert ist. «Aga» bedeutet in keltischer Sprache «weiser Ritter» und «Nola» die Noble. Nach diesen Werten orientiert sich AgaNola bei der Betreuung der Kunden­vermögen. «Ritter» steht für Schutz der Anlagen vor Risiken auf den Kapital­märkten, «weise» für «erfahren, bedacht, auf die Gelegen­heit wartend» und «Nola» für den Stil im Umgang mitein­ander und Werte wie Respekt, Verbind­lichkeit und Berechen­barkeit.

Die Spezialität Ihres Hauses sind Wandel­anleihen. Darüber liest man sehr wenig in deutschen Medien. Wie gross ist eigentlich der Markt dafür weltweit?

Seit der Unternehmensgründung in 2007 haben wir uns auf diese Nischen­anlage­klasse spezia­lisiert. Die oftmals unter­schätzten Wandel­an­leihen haben insbe­son­dere in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Welt­weit liegt der Markt bei rund 500 Mrd. US-Dollar mit USA an der Spitze, gefolgt von Europa und Asien. Jahr für Jahr beleben Neuemis­sionen das Anlage­uni­versum. Wandel­an­leihen diffe­renzieren sich gegen­über den klassischen Aktien- und Anleihen-Indizes durch ein dyna­misches und unter­schied­liches Uni­versum, was den Diver­sifi­kations­faktor verstärkt.

Welche Investoren interessieren sich besonders für diese Anlageklasse?

Gerade für institutionelle Investoren wie Pensions­kassen sind Wandel­anleihen eine inte­ressante Anlage­klasse, aber auch zunehmend für Family Offices und private Vermö­gende, welche eine Alter­native zu Aktien und Anleihen suchen. Ana­lysen zeigen, dass sich Wandel­anleihen über längere Zeit­räume besser als Aktien entwickelt haben. Gerade zu einem späten Zeit­punkt des Markt­zyklus gewinnen Wandel­anleihen zusätzlich an Attrak­ti­vität. Während die «Wandler» beispiels­weise im Q4 2018 circa ein Drittel der Aktien­markt­verluste mitgemacht haben, konnten sie im Q1 2019 im Gegensatz zu den Aktien­märkten die Verluste früh­zeitig wett­machen. Wir empfehlen unseren Kunden einen Anteil von Wandel­anleihen-Investments in der Höhe von 5 bis 15 Prozent am Gesamt­portfolio.

Sie bekommen das Aufwärtspotenzial von Aktien und gleich­zeitig die Stabilität und die Zinsen von Anleihen. Kann man dies so vereinfacht sagen?

Ja, als hybride Anlageklasse verbindet die Wandel­anleihe das Beste aus beiden Welten. Das macht sie gerade in vola­tilen Zeiten so attraktiv. Bei der Wandel­anleihe kauft der Investor eine Anleihe und kann je nach Verein­barung während der Lauf­zeit oder am Ende der Lauf­zeit entscheiden, entweder in Aktien oder zum Nominal­wert in Geld ausbe­zahlt zu werden. Er profitiert somit unbegrenzt vom Steigen des Aktien­kurses, hat aber den Verlust ebenfalls nach unten begrenzt durch den Nominal­wert.

Was für Produkte bieten Sie an?

Wir bieten einen globalen Wandel­anleihen-Fonds mit Investment-Grade-Fokus an, den wir zusammen mit Credit Suisse Asset Mana­gement verwalten. Unsere Stra­tegie wird mit 5 Sternen von Morning­star bewertet und weist einen lang­jäh­rigen Track-Record auf. Gemäss einer unabhän­gigen Studie von e-fundresearch.com belegt der Fonds Platz 4 in der Top-15-Liste der besten globalen Wandel­anleihen-Fonds. Der Fonds wird inter­national und im gesamten DACH-Raum, beispiels­weise über das Credit-Suisse-Vertriebs­netz, ange­boten. Erfreulich ist die wachsende Resonanz in Deutschland, wo erst jüngst verschie­dene insti­tutio­nelle Inves­toren in den Fonds investiert haben. In diesem Jahr hat unser Fonds die Grenze von 1 Mrd. US-Dollar über­schritten.

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Zur Person

Oliver Gasser, seit Oktober 2017 CEO von AgaNola AG, blickt auf knapp 30 Jahre Berufs­erfahrung im Bank­wesen zurück. Vor seinem Einstieg bei AgaNola war er von 2008 bis 2017 bei der Credit Suisse Asset Mana­gement als Head of Global Credit tätig, wo er ein Kredit­portfolio von nahezu 8 Mrd. Schweizer Franken aufbaute, deren Anlage­schwer­punkte globale Kredit­strategien (High Yield und Investment Grade), Wandel­anleihen, struktu­rierte Kredite sowie flexible Multi-Sektor-Ansätze in Form von Anlage­fonds und insti­tutio­nellen Mandaten beinhal­tete.